3-tägige Radtour ins Waldviertel und nach Südböhmen – unspektakulär schön!

„Wo wir sind, ist oben.“ – Der Werbeslogan der Waldviertel-Werbung galt auch für uns. Den um ein Mal „hinauf“ zu kommen, nahmen die neun Teilnehmer dieser Radtour von Isperdorf ausgehend das kleine Yspertal in Angriff. Über Dorfstetten erreichten wir Altmelon, wo wir den großflächigen Weinsberger Wald hinter uns ließen und erstmals einen Blick auf das „weite Land“ – übrigens auch ein Werbeslogan der Niederösterreich-Werbung – des Waldviertels werfen konnten.

Nach einigen kurzen Regenschauern, die glücklicherweise während unserer Mittagspause in Altmelon niedergingen, führte uns die weitere Strecke durch eine wunderbare Landschaft. Speziell der Abstecher ins Mühlviertel nach Liebenau und der weitere Routenverlauf über den Frauenwieser Teich nach Mitterschlag war ein landschaftlicher Hochgenuss.

 
  Arbesbach Liebenau   024 29062017 Nebelstein 150x200px   049 29062017 Nebelstein 150x200   022 29062017 Nebelstein 350x200  
 

Nach Harmanschlag nahmen wir den Nebelstein unter die Räder und schreckten auch vor dem ca. 300 Meter langen Wanderweg auf die Nebelsteinhütte nicht zurück. Belohnt wurden die Teilnehmer mit einem großartigen Ausblick von 1.017 Metern hinunter auf das weite Land des Waldviertels (ja, der Werbeslogan hat tatsächlich seine Berechtigung!) und natürlich mit einem isotonischen Gerstensaftgetränk einer lokalen Brauerei.

 
  018 29062017 Bad Grosspertholz 150x100   033 29062017 Nebelstein 350x200   038 29062017 Nebelsteinhuette 350x200   037 29062017 Nebelsteinhuette 150x200
Auch der Wanderweg zur Nebelsteinhütte wurde unter die Rennradreifen genommen, die verdiente Rast mit wunderbarem Ausblick und die Nebelsteinhütte.
 

Am späten Nachmittag klarte der Himmel vollends auf und das flache Licht der tiefstehenden Sonne bot eine einmalige Stimmung. Wenig Verkehr, viel Gegend, etliche Teiche, Felder und natürlich auch Wälder – man könnte meinen, die Gegend des Waldviertels ist nichts Besonderes. Aber genau diese unspektakuläre, jedoch sehr harmonische Landschaft ist wunderschön. Für uns jedenfalls Grund genug, dass wir von Harbach nicht direkt unser Etappenziel Weitra ansteuerten, sondern auch noch einen Umweg über den Mandelstein anhängten.

 
  087 29062017 Weitra 350x200   095 29062017 Weitra 150x200   2017 06 30 Weitra Krumlov 143 150x200   089 29062017 Weitra 350x200  
Der schöne Hauptplatz von Weitra, Waldviertler Köstlichkeiten, die uns im Gasthaus Hentsch in Weitra serviert wurden.
 

Gestärkt durch Waldviertler Karpfen, Schweinsbraten mit Waldviertler Knödel und anderen Köstlichkeiten führte uns die Etappe des nächsten Tages nach Südböhmen. Der kalte Wind blies uns am Morgen in Weitra zwar wenig freundlich ins Gesicht, doch bereits am Grenzübergang Pyhrabruck ließ sich die Sonne immer öfters blicken und so fuhren wir mit kräftigem Rückenwind entlang zahlreicher Teiche nach Třeboň (Wittingau). Nach einer kurzen Einkehr am sehr schönen Hauptplatz von Třeboň und einem Abstecher zum Schwarzenberg-Mausoleum setzten wir unsere Fahrt nach Krumau an der Moldau fort.

 
  017 01082017 Mohnfeld 1050x200
 

Während wir über viele Radkilometer der letzten 1 ½ Tage fast einsam und fern jeglicher Hektik des Alltages durch die Landschaft radelten, erlebten wir in Krumau an der Moldau schlagartig das Gegenteil: Denn die zum UNESCO-Welterbe zählende und absolut sehenswerte Altstadt von Krumau zieht unzählige Touristen aus nah und fern an; entsprechend groß ist das Gedränge in den Gassen. Wir mischten uns also auch unter die unzähligen Besucher und nachdem wir einige der vielen Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Schloss oder die Mantelbrücke visuell und fotografisch gewürdigt hatten, legten wir eine ausgiebige Mittagspause ein.

 
  146 30062017 Krumau 150x200   2017 06 30 Weitra Krumau 350x200   131 30062017 Krumau 350x200   122 30062017 Krumau 150x200
132 30062017 Krumau 150x200   2017 06 30 Weitra Krumau2 350x200   123 30062017 Krumau 350x200   154 30062017 Krumau 150x200
Krumau an der Moldau und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten dieser zum UNESCO-Welterbe zählenden Stadt. Wie man im Bild der 2. Reihe ganz rechts sieht, waren auch wir ein beliebtes Fotomotiv!
 

Nachdem wir den Trubel hinter uns gelassen hatten, radelten wir entlang einiger Mohnfelder nach Kaplice, wo wir in Form einer Kaffee- und Eispause unsere restlichen Kronen der tschechischen Wirtschaft wieder zuführten. Über die schöne Wallfahrtskirche „Maria Trost“ in Dobrá Voda erreichten wir den kleinen Grenzübergang Harbach und in weiterer Folge wieder unsere Unterkunft in Weitra.

 
  173 30062017 Dobra Voda 150x200   166 30062017 Kaplice 350x200   163 30062017 Kaplice 350x200   199 30062017 Weitra 150x200  
 Die Wallfahrtskirche in Dobrá Voda, Gruppenfoto am Hauptplatz in Kaplice und eine tolle Abendstimmung bei unserer Rückkehr nach Weitra.
 

Der Morgen des abschließenden dritten Tages begann sehr positiv: Von den angekündigten Regenfällen war weit und breit keine Spur, lachte doch sogar die Sonne vom Himmel! Entsprechend motiviert traten wir von Weitra aus die Heimfahrt an. Auch diese Etappe führte uns über sehr viele Nebenstraßen durch das Waldviertel und bot uns wieder herrliche Eindrücke. Der kurzfristig eingestreute Abstecher zur Burg Rappottenstein passte perfekt, auch weil wir an der Burgschenke eine kurze Pause bei Kaffee und Mohnzelten einlegten.

 
  229 01072017 Luft 350x200   218 01072017 Burg Rappottenstein 150x200   219 01072017 Burg Rappottenstein 150x200   230 01072017 Gh Kalteis 350x200  
 Die Burg Rappottenstein ist immer einen Besuch wert und die „Nachbesprechung“ im Gasthaus Kalteis nach dem Ende der Tour.
 

Danach erreichten wir über Ottenschlag Braunegg, wo wir im Braunegger Hof nochmals bestens speisten. Der letzte Abschnitt führte uns durch das Weitental, über die Melker Donaubrücke und zum Abschluss der Tour durfte der Luftberg natürlich auch nicht fehlen. Genauso wenig wie die Einkehr im Gasthaus Kalteis.

Ein großes „Dankeschön“ an alle Teilnehmer dieser Tour – ohne Mitfahrer hätte das Ganze nicht stattgefunden – sowie an Organisator und Streckenplaner Gerhard Trimmel. Es waren drei großartige Tage im „weiten Land“ des Waldviertels und in Südböhmen, die einmal mehr beweisen, dass man nicht unbedingt weit verreisen muss, um herrliche Rennradtouren fahren zu können.

 

Radtour auf das Geischlägerhaus

  Hochkar 9 250x200px  
Josef Kaliwoda im ersten steilen Stück
 
 Hochkar 7 250x200px
 
 Heinrich Enne im Schlussanstieg.
 
 Hochkar 5 250x200px
 
 Ziel in Sicht, aber es wird nochmals steil.
 
 Hochkar 6 250x200px
 
 Die Teilnehmer vor dem Geischlägerhaus.
 

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ Klarerweise hat Johann Wolfgang von Goethe damit nicht eine Radtour auf das Geischlägerhaus am Hochkar gemeint; doch lässt sich diese Weisheit ganz gut auf unsere am 8. Juni 2013 absolvierte Rennradtour ummünzen. Oftmals sind (Rennrad)Fahrer der Meinung, das Kitzbühler Horn unter die Räder nehmen zu müssen, um etwas „wirklich Schwieriges“ fahren zu können. Die Reise ins heilige Land Tirol kann man sich als Ost-Österreicher aber auch ersparen, denn das heimische Hochkar und die Weiterfahrt auf das Geischlägerhaus ist wie ein Spiegelbild des Kitzbühler Horns und die weitere Auffahrt zum Sender am Gipfel. Da und dort sind sehr gute Kletterqualitäten und ein hohes Maß an Leidensfähigkeit gefragt. Aber alles der Reihe nach …

Ein Kaltwettereinbruch Anfang Juni 2013 in Verbindung mit viel Niederschlag bescherte dem Hochkar nochmals einiges an Neuschnee, dazu kamen noch sehr wechselhafte Wetterprognosen für unsere geplante Tour. Der Wettergott hatte aber ein Einsehen und den Vorhersagen zum Trotz strahlte am Samstag, den 8. Juni die Sonne vom Himmel. Auch der Neuschnee am Hochkar sollte kein Problem mehr sein. Wohl auch aus diesen Gründen standen neun Mitglieder mit dem Hang sich zu quälen am Start.

Nachdem ja bereits in der Vergangenheit einige „Schauergeschichten“ die Runde machten, war der Respekt unter den überwiegend „Premiere-Fahrern“ entsprechend groß und so ging es in sehr moderatem Tempo Richtung Frankenfels. Dort wartete aber gleich das erste Hindernis, denn eine Motor(sport)veranstaltung blockierte den direkten Weg nach St. Anton/Jeßnitz, wodurch wir einen Umweg über den Schlagerboden nehmen mussten.

„Problem“ Nummer zwei war gleich darauf eine großräumige Umleitung wegen Asphaltierungsarbeiten zwischen Neustift und Gamming. Aber Dank des Radweges konnte uns auch das nicht aufhalten und so ging es über Pfaffenschlag nach Lunz/See und weiter nach Göstling/Ybbs.

An der Mautstelle der Hochkar-Alpenstraße begann jedoch dann der Ernst des (Radler)Lebens. Denn im Vergleich mit dem heimischen Luftberg geht hier mit locker Bergauf-Rollen nicht viel. Die Mautstraße stellt sich mit überwiegend zweistelligen Steigungsprozenten dem Radfahrer entgegen und ist somit eine überaus seriöse Herausforderung. Gibt es zu Beginn noch das ein oder andere etwas weniger steile Stück, galt es vor allem im oberen Teil der Straße, ständig „auf Druck“ zu fahren. Bei permanenten 12 bis 15 % hieß es, sich die Kräfte gut einzuteilen, denn das eigentliche Kriterium wartete ja noch auf uns.

Nach dieser Vorspeise, die einer Vielzahl an Alpenpässen um nichts nachsteht, erreichten wir auf ca. 1.440 Metern Höhe den Parkplatz des Skigebietes und bogen auf die schmale Straße Richtung Geischlägerhaus ab. Auf quaeldich.de heißt es dazu sehr treffend: „Ab hier bieten Berg und Straßenbauer alles auf, um den Radfahrer seine Schwächen aufzuzeigen.“

Was während des Skibetriebes als blaue Piste ausgewiesen ist, auf der sich mehrheitlich Anfänger tummeln, stellt sich im Sommer als extrem steile Rampe heraus, die dem Radfahrer alles an Willen und körperlichen Einsatz abzuverlangen vermag. So etwa gleich der erste Teil, der von der Skihütte von Thomas Sykora bis zur Bergstation des Vierersesselliftes führt: Steigungsprozente um die 25 % über fast die gesamte Länge und eine schmale Straße auf der Schlangenlinien fahren fast nicht möglich ist. Dass im Sommer auch noch braune Hinterlassenschaften der weidenden Kühe auf dem Asphalt hinzukommen, sei nur am Rande erwähnt und macht die Angelegenheit noch delikater. Letzteres blieb uns zumindest erspart, vielmehr gaben die übrig gebliebenen Schneefelder entlang der Straße ein interessantes Bild ab – zumindest für jene von uns, die dafür noch einen Blick übrig hatten.

Bis auf einige Verschnaufpausen erreichten aber alle Teilnehmer fahrend das Geischlägerhaus auf 1.770 Metern Höhe. Der herrliche Rundumblick und die alpine Landschaft entschädigten zumindest einigermaßen für die Anstrengungen der Auffahrt. Nach einer ersten „Analyse“ des Erlebten und einer kurzen Erholungspause ging es in die Abfahrt, die auf Grund des starken Gefälles sowie der schmalen Straße auch hohe Anforderungen an die Fahrkünste des Pedaleurs verlangt.

Während der Heimreise wurden die verbleibenden Kräfte mobilisiert, vor allem aber wartete mit dem Schlagerboden und dessen Auffahrt von St. Anton/Jeßnitz nochmals ein giftiger Anstieg, bei dem einige schon etwas am berühmten Zahnfleisch fuhren.

 

 

"Von dahoam auf'n Glockner"

  RR Glocknerfahrt2012 250x200px 2  
Unterwegs im Nationalpark Gesäuse
 
RR Glocknerfahrt2012 250x200px 7 
 
Nach 300 Km wartete der Glockner, 
 
RR Glocknerfahrt2012 250x200px 9 
 
... wo wir wieder in die Nacht fuhren. 
 
RR Glocknerfahrt2012 250x200px 1 
 
Die Truppe am Morgen danach.
 
 
 

In den kalten Tagen des Winters lässt sich ja bekanntlich recht locker über die ehrgeizigen, teilweise geradezu heldenhaften Vorhaben der kommenden Radsaison philosophieren. Sei es daheim auf der warmen Ofenbank, an der Schank im Gasthaus unseres Clubsponsors Hubert Kalteis oder bei der Anreise zum sonntäglichen Langlaufen am Turmkogel – Ideen sind in der kalten Jahreszeit reichlich vorhanden und der Sommer ist ja auch noch weit genug entfernt.

So oder ähnlich hat es sich auch im Winter 2011/2012 zugetragen, als die verwegene Idee geboren wurde, "von dahoam auf’n Glockner" zu fahren. Klarerweise mit dem Rad und – richtig – das Ganze an einem Tag. Wer diese glorreiche Idee hatte, lässt sich nicht mehr 100%ig feststellen, genauso wenig die Anzahl der Seiterl Schremser Bier, die für die angeregte Diskussion letztendlich sehr förderlich waren.

Ein neuer Sommer zog wieder ins Land und am Mittwoch, den 15. August 2012 ging es dann tatsächlich auch ans Eingemachte – man(n) will ja auch seinen Mann stellen.

 

Im Folgenden ein Bericht von Gerhard Trimmel:

"Von dahoam auf'n Glockner" hieß es natürlich auch für mich. Nachdem ich in Kilb "dahoam" bin, läutete irgendwann nach 3:00 Uhr der Wecker und kurz nach 4:00 Uhr begann mein Tourtag indem ich über Rametzberg nach Kirchberg radelte. In der Stille und Einsamkeit der Nacht beschäftigte mich zu Beginn vor allem die Frage, ob das Tempo über den "Rametzberg-Hügel" nicht doch zu hoch sei, wenn ich heute, irgendwann 15 Stunden später auch noch auf einen "richtigen" Berg fahren will. Aber auch das ging vorbei und kurz vor 5:00 Uhr erreichte ich den Treffpunkt bei der Firma Rottegg. Dort warteten bereits Klaus Hartmann und Gottfried Simhofer. Bald traf auch Josef Rotheneder ein und nachdem er sich noch eine Morgen-Zigarette gegönnt hatte, konnte es endlich losgehen. Als „moralische Unterstützung“ war zusätzlich auch Josef Kaliwoda vor Ort, der uns bis Lunz am See begleiten sollte.

So ging es jedenfalls bei kühlen 7 °C Richtung Frankenfels, die ersten wärmenden Sonnenstrahlen registrierten wir am Grubberg nach Gaming. In Lunz am See überreichte uns Josef Kaliwoda eine kleine aber kräftige Jause, bevor es für ihn wieder zurück nach Kirchberg ging.

Bis nach Hieflau galt es die vielen kleinen Anstiege möglichst kraftsparend zu bewältigen; das folgende Gesäuse bot uns wie immer großartige Blicke auf die senkrechten Felswände. Kurz vor 10:00 Uhr begrüßten uns die Kirchenglocken des Stiftes Admont. Das bereits Wochen vorher besprochene „Frühstücken in Admont“ wurde aber ersatzlos gestrichen, weil es „gerade so gut rollte“. So ging es weiter nach Liezen, wo die nächste "Transfer-Etappe" durch das lange Ennstal wartete.

Um 13:00 Uhr drückte dann doch der Hunger etwas auf’s Gemüt und gnädigerweise wurde einer Mittagsrast zugestimmt. Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns kurz vor Radstadt und hatten etwas über 200 Kilometer absolviert. Das Servier- und Küchenpersonal meinte es dann allzu gut mit uns, indem es uns einiges an zusätzlicher (aber nicht bestellter!)  Regenerationszeit spendierte , indem sie sich mit der Bewirtung mehr als genug Zeit ließen.

Über die Wagrainer Höhe ging es nach St. Johann im Pongau und spätestens in Bruck an der Glocknerstraße hatten wir die "verlorene" Zeit vom Mittagessen wieder aufgeholt, denn das ursprünglich geplante "Cruiser-Tempo" hatte sich mittlerweile dem gewohnten Tempo in heimischen Gefilden angepasst.

Dann wurde es endgültig ernst, denn die Großglockner Hochalpenstraße stand am Menü. Vorher gab’s aber noch ein anderes Menü, nämlich Kaspressknödelsuppe und Lasagne beim Wildpark Ferleiten – zur Sicherheit sozusagen …

Gestärkt ging es um 18:45 Uhr in den Anstieg. Der Umstand, dass Autofahrer um diese Zeit eine seltene Spezies sind, war natürlich von Vorteil; leichter wurde das Ganze dadurch aber auch nicht, denn spätestens jetzt machten sich die bereits 300 gefahrenen Kilometer bemerkbar. Langsam begann es wieder zu dämmern und nach weiteren 1400 Höhenmetern erreichten wir um 20:30 Uhr das Fuschertörl. Es folgte eine kurze Abfahrt zum Gasthaus Fuscherlacke, wo wir nach über 12 Stunden Fahrzeit, 315 Kilometern und 4.400 Höhenmetern etwas erschöpft, aber zufrieden von den Rädern stiegen.  Ein langer Tourtag mit Start im Dunkeln ging somit auch wieder im Dunkeln zu Ende. 

Etwas gemütlicher verliefen dann die nächsten Etappen, denn unserer Tour war noch nicht zu Ende. Nach weiteren acht Tagen erreichten wir unser endgültiges Ziel in Nizza. Aber das ist eine andere Geschichte ...

 

Höllental-Tour

  Hoellental2 250x250px  
Sonnenschein in Prein/Rax
 
Hoellental1 250x250px  
... und starker Regen am Gscheid.
 
 
 

Am Samstag, den 14. Juli 2012 stand diese Marathonrunde am Programm. Mit unserem „Präsi“ Klaus Hartmann, Josef Kaliwoda, Günter Piller, Josef, Rotheneder, Gottfried Simhofer und Gerhard Trimmel standen um 8:00 Uhr sechs Teilnehmer vor der Raiffeisenbank in Kirchberg. Zum Einrollen ging es über die Gaiseben nach Rotheau, Kleinzell und weiter in die Kalte Kuchl.

Ab Schwarzau im Gebirge stand das erste Highlight dieser Tour auf dem Programm: Das 16,5 Kilometer lange Höllental, das nicht umsonst wegen seiner Naturschönheiten zum Natura-2000-Gebiet gehört. Entlang der Schwarza und zwischen den Kalksteinmassiven von Schneeberg und Rax erreichten wir nach knapp 90 Kilometern Hirschwang.

Danach wartete das Preiner Gscheid mit 600 Höhenmeter und 12 Kilometer Anstieg. Die Steigungsprozente liegen zwar meistens im einstelligen Bereich, der stellenweise aber recht raue Asphalt forderte zusätzlichen Krafteinsatz. Am höchsten Punkt auf 1.070 Meter wechselten wir nicht nur das Bundesland (von Niederösterreich ging es in die Steiermark), sondern auch das Wetter wechselte von sonnig auf zunehmend starke Bewölkung.

Nach einer kleinen Stärkung in Kapellen führte uns der weitere Weg über Neuberg an der Mürz auf den Lahnsattel, wo uns bereits Regenwolken erwarteten. Kurz danach in Terz war es dann soweit: Im teilweise starken Regen ging es auf das Gscheid und nach Hohenberg, wo sich das Wetter kurzfristig etwas besserte. Mit dem Morigrabensattel stand nach 170 Kilometern nochmals ein „Scharfrichter“ am Menüplan. Der zwischenzeitlich wieder einsetzende Regen hinderte uns aber nicht daran nach insgesamt 185 Kilometer und 6 ½ Stunden Fahrzeit noch einen abschließenden Umtrunk im Gasthaus Kalteis einzunehmen.

Alles in allem eine landschaftlich wunderschöne Radtour, die auf Grund der Länge zweifelsohne eine Herausforderung darstellt und sich wieder einmal in unserem Tourenprogramm wiederfinden wird.

 

 

 

Jubiläumsausfahrt „10 Jahre Radclub Pielachtal“

Die Teilnehmer der JubiläumsradtourBei Kaiserwetter fand am 16. Juli 2011 eine Radtour anlässlich unseres 10-jährigen Vereinsjubiläums statt. 20 Mitglieder versammelten sich vor der Raiffeisenbank in Kirchberg. Nach einem Gruppenfoto starteten wir zu einer gemütlichen, 90 Kilometer langen Radtour. Dies hört sich vielleicht für so manchen wie ein Widerspruch an, jedoch radelten wir auf der leicht hügeligen Strecke mit einem Schnitt von ca. 25,5 km/h, was letztendlich keinen der Radler überforderte. Mit dabei war auch unser „Gründungsvater“ und erster Obmann des Radclubs Rupert Radelbauer, der mit 72 Jahren bis nach Grünsbach mitfuhr und danach in Obergrafendorf wieder zur Gruppe dazu stieß.

Alle anderen Teilnehmer radelten über viele verkehrsarme und teilweise unbekannte Nebenstraßen in das Gebiet um Mank und St. Leonhard/Forst; über Obergrafendorf ging es wieder retour nach Kirchberg. Anschließend wurden im Gasthaus Kalteis die verbrannten Kalorien bei Spaghetti, Wiener Schnitzel und weiteren Köstlichkeiten wieder aufgefüllt.

Der genaue Tourverlauf mit Höhenprofil, Kilometer usw. kann auch unter http://www.bikemap.net/route/1117925 nachverfolgt werden. Weiters sind auch einige Aufnahmen unserer Tour in der Rubrik „Fotos“ zu sehen.

 

Ochsattel-Runde 

Am 22. Mai 2010 stand dieser Klassiker auf unserem Tourenprogramm, der eigentlich immer eine schöne Radrunde garantiert. "Schön" war es auch - schön nass vor allem.

Fünf RadClub-Mitglieder fanden sich bei der Raiffeisenbank in Kirchberg ein und starteten Richtung Morigrabensattel, wo es dann vorbei mit "lustig" war. Es gehört schon eine gehörige Portion Optimismus und Ehrgeiz dazu, um nach einer regennassen Abfahrt den Regenwolken nach Hohenberg zu folgen und auf eine mögliche Wetterbesserung zu hoffen. Uns so kam es wie es kommen musste: Beim Anstieg zum Ochsattel öffnete der Himmel endgültig seine Schleusen und bei Temperaturen von 12 °C war es vorbei mit der Gemütlichkeit. Während der Abfahrt Richtung Kleinzell hörte zwar der Regen auf und es ließ sich sogar die Sonne blicken, so richtig Freude oder Wohlgefallen am Radfahren wollte sich aber auch nicht mehr einstellen. Über Traisen und den letzten Anstieg auf die Gaiseben erreichten wir wieder das Pielachtal und Kirchberg.

Respekt vor den verwegenen Pedalrittern; warum aber unsere obligatorische Einkehr im Gasthaus Kalteis im wahrsten Sinn ins Wasser fiel, muss noch geklärt werden ...

 

2-tägige Radtour nach Schrems

Auf Ein Teil der Schremser-Tour-Truppe.Initiative von Hubert Kalteis jun. brachen wir am 23.8.2009 zu einer zweitägigen Radtour ins Waldviertel auf, um unseren neuen Sponsor, die Fa. Schremser Bier, zu besuchen.

So starteten 15 Mitglieder am Sonntag auf vorerst noch feuchten Straßen Richtung Melk. Durch das Weitental ging es zum Mohndorf Armschlag, wo wir uns beim Mohnwirt stärkten. Nochmals ein großes Dankeschön an Hubert Kalteis, der die Kosten für Speis und Trank aller Mitglieder übernahm. 

Gestärkt ging es über Rappottenstein und (irrtümlich) über Zwettl nach Kirchberg/Walde. Nach 140 Kilometern und knapp 2.000 Höhenmetern erreichten wir die Braustadt Schrems.

Am Abend empfing uns Schremser-Bier-Chef Karl Trojan und lud uns zu einem Abendessen ein. Im Namen unserer Abordnung bedankte sich Obmann Klaus Hartmann für die Einladung und überreichte einen Geschenkekorb mit Pielachtaler Dirndlspezialitäten, über den sich Karl Trojan sehr erfreut zeigte.

Am folgenden Montag stand die Brauereiführung am Programm, bei der wir einige Geheimnisse der Braukunst erfahren durften. Nach der anschließenden Jause mit Verkostung eines neuen Bio-Bieres traten wir unsere Rückreise per Rad an.

Bei optimalen äußeren Bedingungen (Sonnenschein, 22 °C) fuhren wir nach Kirchberg/Walde, am Stift Zwettl vorbei Richtung Friedersbach und in weiterer Folge über Wolfsberg, Rastenberg nach Lichtenau im Waldviertel. Dass der Werbeslogan des Waldviertels „Wir sind da, wo oben ist“ durchaus seine Berechtigung hat, konnten wir bei der etwa 25 Kilometer langen, stets leicht abschüssigen Fahrt durch das Kremstal nach Krems/Donau feststellen. Diese Abfahrt war auch mehr als verdient, denn durch das stete Bergauf-Bergab im Waldviertel hatten sich bei einigen doch schon etwas gröbere „Verschleißerscheinungen“ gezeigt.

Nach einer Stärkung in Krems führte uns die letzte Etappe am Stift Göttweig vorbei nach St. Pölten und weiter ins heimatliche Pielachtal, wo uns Hubert Kalteis mit einem Tablett voller „Schremser“ schon erwartete und wir auf zwei wunderbare Tourentage anstießen. Alles in Allem war es eine der besten RadClub-Ausfahrten und sicherlich ein absolutes Highlight unserer bisherigen 9-jährigen Vereinsgeschichte. Nochmals ein Dankeschöne an Hubert Kalteis für die tolle Organisation und natürlich auch an Brauerei-Chef Karl Trojan von der Fa. Schremser Bier.

 

Wildalpen-Runde

Nach einigen vergeblichen Versuchen in der Vergangenheit, war es am 8. August 2009 soweit: Um 7:00 Uhr starteten 11 (!) Teilnehmer zu dieser sehr anspruchsvollen Radtour. Nach dem Einrollen durch das Pielachtal stand mit Wastl/Wald die erste Bergwertung am Programm. Über den Josefsberg ging es zum wunderschönen Erlaufsee und weiter Richtung Gusswerk.

Landschaftlich beeindruckend war vor allem die Fahrt entlang der Salza und des nördlichen Hochschwabmassivs mit dessen mächtigen Felsabbrüchen.

Nach der wohlverdienten Stärkung in der Wasserlochschenke ging es über Lassing, Lunz/See und Pfaffenschlag nach Gaming. Durchhaltevermögen war dann ein letztes Mal beim Anstieg zur Kreuztanne gefragt, wo die letzten Reserven mobilisiert werden mussten – sofern es noch welche gab …

Am Ende der Radtour standen 197 Kilometer, knapp 2.000 Höhenmeter und 6 ½ Stunden Fahrzeit zu Buche. Für Hobbyfahrer eine mehr als beachtliche Leistung, die höchsten Respekt verdient.

 

Zellerrain-Runde

Am 14. Juni 2008 stand diese eher schwere Tour auf dem Programm. Nicht auf dem Programm, sondern vor der Raiffeisenbank Kirchberg/P. standen um 10:00 Uhr 13 Rennradfahrer. Dies war eine äußerst positive Überraschung, denn in der Vergangenheit wurde diese Runde oft als zu schwer eingestuft und deshalb sogar abgesagt bzw. gar nicht erst in unsere Planung miteinbezogen.

Über Wastl am Wald und Josefsberg ging es zum Erlaufsee und auf den Zellerrain. Mit viel Speed (und bei manchen schon mit etwas müden Beinen) ging es hinab und über Grubberg sowie St. Anton/J. zurück ins Pielachtal. Am Ende dieser anstrengenden, aber landschaftlich sehr schönen Tour standen ca. 130 Kilometer und knapp 2.000 Höhenmeter zu Buche.