Waldviertel und Südböhmen

Dreitägige Rennradtour ins Waldviertel und nach Südböhmen – unspektakulär schön!

Donnerstag, 29.6.2017: „Hinauf“ nach Weitra

„Wo wir sind, ist oben.“ – Der Werbeslogan der Waldviertel-Werbung galt auch für uns. Denn um ein Mal „hinauf“ zu kommen, nahmen die neun Teilnehmer dieser Radtour von Isperdorf ausgehend das kleine Yspertal in Angriff. Über Dorfstetten erreichten wir Altmelon, wo wir den großflächigen Weinsberger Wald hinter uns ließen und erstmals einen Blick auf das „weite Land“ – übrigens auch ein Werbeslogan der Niederösterreich-Werbung – des Waldviertels werfen konnten.

Waldviertel
Waldviertel
Waldviertel
Waldviertel
Waldviertel

Nach einigen kurzen Regenschauern, die glücklicherweise während unserer Mittagspause in Altmelon niedergingen, führte uns die weitere Strecke durch eine wunderbare Landschaft. Speziell der Abstecher ins Mühlviertel nach Liebenau und der weitere Routenverlauf über den Frauenwieser Teich nach Mitterschlag war ein landschaftlicher Hochgenuss.

Waldviertel
Waldviertel
Waldviertel
Nebelstein
Nebelstein

Nach Harmanschlag nahmen wir den Nebelstein unter die Räder und schreckten auch vor dem ca. 300 Meter langen Wanderweg auf die Nebelsteinhütte nicht zurück. Belohnt wurden die Teilnehmer mit einem großartigen Ausblick von 1.017 Metern hinunter auf das weite Land des Waldviertels (ja, der Werbeslogan hat tatsächlich seine Berechtigung!) und natürlich mit einem isotonischen Gerstensaftgetränk einer lokalen Brauerei.

Waldviertel
Waldviertel
Waldviertel
Waldviertel

Am nun bereits späten Nachmittag wurde auch das Wetter im besser. Die tiefstehende Sonne sorgte für tolle Landschaftseindrücke mit intensiven Farben. Auch wir waren (noch immer) topmotiviert und nahmen bei Harbach nicht den direkten Weg nach Weitra, sondern radelten auch noch über den Mandelstein. Nach dieser Zugabe steuerten wir unser Etappenziel Weitra an, wo wir in einem Gasthof direkt am Hauptplatz für zwei Tage Quartier bezogen und kulinarisch bestens versorgt wurden. Und Weitra ist bekanntlich auch eine Braustadt. Passte also bestens …


Freitag, 30.6.2017: Nach Krumau an der Moldau

Gestärkt durch Waldviertler Karpfen, Schweinsbraten mit Waldviertler Knödel und anderen Köstlichkeiten führte uns die Etappe des nächsten Tages nach Südböhmen. Der kalte Wind blies uns am Morgen in Weitra wenig freundlich ins Gesicht, doch bereits am Grenzübergang Pyhrabruck ließ sich die Sonne immer öfters blicken. Mit kräftigem Rückenwind radelten wir entlang zahlreicher Teiche nach Třeboň (Wittingau).

Weitra
Waldviertel
Trebon
Trebon
Trebon

Nach einer kurzen Einkehr am sehr schönen Hauptplatz von Třeboň und einem Abstecher zum Schwarzenberg-Mausoleum setzten wir unsere Fahrt nach Krumau an der Moldau fort.

Während wir über viele Radkilometer der letzten 1 ½ Tage fast einsam und fern jeglicher Hektik des Alltages durch die Landschaft radelten, erlebten wir in Krumau an der Moldau schlagartig das Gegenteil. Denn die zum UNESCO-Welterbe zählende und absolut sehenswerte Altstadt von Krumau zieht unzählige Touristen aus nah und fern an; entsprechend groß ist das Gedränge in den Gassen. Wir mischten uns also auch unter die unzähligen Besucher und nachdem wir einige der vielen Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Schloss oder die Mantelbrücke visuell und fotografisch gewürdigt hatten, legten wir eine ausgiebige Mittagspause ein.

Krumau an der Moldau
Krumau an der Moldau
Krumau an der Moldau
Krumau an der Moldau
Krumau an der Moldau
Krumau an der Moldau
Krumau an der Moldau
Krumau an der Moldau

Sightseeing in Krumau an der Moldau war beendet und entlang einiger Mohnfelder radelten wir weiter nach Kaplice. Hier legten wir eine Kaffee- und Eispause ein unf führten so unsere restlichen Kronen der tschechischen Wirtschaft wieder zu. Über die schöne Wallfahrtskirche „Maria Trost“ in Dobrá Voda erreichten wir den kleinen Grenzübergang Harbach. Danach ging’s mit flotter Fahrt zurück zu unserer Unterkunft in Weitra. Großartig war’s!

Kaplice
Südböhmen
Mohnfeld
Südböhmen
Waldviertel

Samstag, 1.7.2017: Über Rappottenstein, Braunegg ins Pielachtal

Der Morgen des abschließenden dritten Tages begann sehr positiv. Von den angekündigten Regenfällen war weit und breit keine Spur, lachte doch sogar die Sonne vom Himmel!

Entsprechend motiviert traten wir von Weitra aus die Heimfahrt an. Auch diese Etappe führte uns über sehr viele Nebenstraßen durch das Waldviertel und bot uns wieder herrliche Eindrücke. Der kurzfristig eingestreute Abstecher zur Burg Rappottenstein passte perfekt, auch weil wir an der Burgschenke eine kurze Pause bei Kaffee und Mohnzelten einlegten.

Luftberg
Mohnfeld
Waldviertel
Rappottenstein
Rappottenstein
Waldviertel

Danach erreichten wir über Ottenschlag Braunegg, wo wir im Braunegger Hof nochmals bestens speisten. Tja, kulinarisch waren diese drei Tage auch top – das darf natürlich auch nicht fehlen.

Der letzte Abschnitt führte uns durch das Weitental, über die Melker Donaubrücke und zum Abschluss der Tour durfte der Luftberg natürlich auch nicht fehlen. Genauso wenig wie die Einkehr im Gasthaus Kalteis.


Fazit

Ein großes „Dankeschön“ an alle Teilnehmer dieser Tour – ohne Mitfahrer hätte das Ganze nicht stattgefunden – sowie an Organisator und Streckenplaner Gerhard Trimmel. Es waren drei großartige Tage im „weiten Land“ des Waldviertels und in Südböhmen, die einmal mehr beweisen, dass man nicht unbedingt weit verreisen muss, um herrliche Rennradtouren fahren zu können.