Radreise Andalusien: Höhlenwohnungen und Kampfstiere

1. Etappe, 21.9.2018: Es geht los! Nachdem wir den Mietwagen und unsere Mietrennräder übernommen haben, starten wir in die erste Etappe unserer Radreise nach Andalusien. Am Programm steht mit dem Puerto de Los Blancares ein erster Pass, dann folgt Guadix mit seinen skurrilen Höhlenwohnungen. Und Kampfstiere sollten uns am Weg in unser Tagesziel La Calahorra begleiten …


Einrollen über den Blancares

Radcomputer, Satteltaschen und sonstige persönliche „Mitbringsel“ sind auf unseren Mieträdern montiert und schon starten wir in unsere erste Radtour. Die Stadt Granada lassen wir überraschend schnell hinter uns und wir machen eine erste Bekanntschaft mit der andalusischen Landschaft.

Diese Eindrücke sind von Beginn an sehr positiv. Denn bereits kurz nach Granada folgt mit dem Puerto de Los Blancares die erste Bergstraße. Ein landschaftlich sehr schöner Anstieg bis auf 1.297 Metern. Vor allem die Fahrt entlang des türkis schimmernden Stausees kurz vor der Passhöhe ist ein erster Höhepunkt der Rundtour. Fantastisch!

Gruppe von Radfahrer im Anstieg auf den Puerto de Los Blancares.
Stausee am Puerto de Los Blancares.
Passschild am Puerto de Los Blancares.
Rennradfahrer bei La Peza.

Sightseeing in Guadix mit seinen Höhlenwohnungen

Beinahe skurril wird es danach in der Ortschaft Purullena und vor allem in Guadix. Diese Gegend ist nämlich bekannt für ihre konischen Erdhügeln und den sich darin befindlichen Höhlenwohnungen. Je nach Geländeform sieht man mehr oder weniger viel von den Wohnungen, die sich großteils unterirdisch ausbreiten. Teilweise sind gar nur Schornsteine zu sehen. Sehenswert ist zudem auch die Kathedrale von Guadix. Ein echtes Highlight dieser ersten Radtour!

Das skurille Ortsbild von Purullena.
Kirche in Purullena.
Die sehenswerte Kathedrale von Guadix.
Sightseeing in Guadix.
Höhlenwohnung bei Guadix.
Sightseeing in Guadix.

Andalusiens Kampfstiere sind keine Mostviertler Kälber

Nach Guadix folgt der letzte kurze Abschnitt der Etappe nach La Calahorra. Ganz so „kurz“ sollte dieser aber doch nicht werden, denn irgendwo im Niemandsland übersehen wir scheinbar eine Straßenkreuzung. Auf dem folgenden, knapp 20 Kilometer langen Umweg fehlt zwar ab und zu der Asphalt, dafür durchfahren wir hier eine einsame und landschaftlich interessante Gegend. Als zusätzliche Belohnung für diesen Umweg bekommen wir es mit einigen schwarzen Kampfstieren zu tun, die ob unserer Gegenwart offensichtlich wenig erfreut sind. OK, so tragisch ist es dann doch wieder nicht, denn zwischen uns Radfahrern und den inbrünstig schnaubenden Stieren gibt es ja noch einen „Weidezaun“. Dieser besteht unter anderem aus drei übereinander montierten Leitschienen! Und die dürften gar nicht so umsonst sein …

Einige Kilometer später erreichen wir wieder unsere Originalstrecke und in weiterer Folge unser Etappenziel La Calahorra mit seiner mächtigen Burg, die über der Ortschaft thront.

La Calahorra nördlich der Sierra Nevada in Andalusien.

Eine großartige erste Etappe geht in La Calahorra zu Ende, die gleichzeitig die Vorfreude auf das noch Kommende weiter ansteigen lässt.

Nachtrag für Western-Fans: In La Calahorra gibt es nicht nur eine sehenswerte Burg, sondern auch einen „berühmten“ Bahnhof. Auf diesem wurden 1968 Szenen für den Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ gedreht. Den schauen wir uns das nächste Mal an, denn dieser dürfte sich heute noch in Originalzustand befinden…