Radfahrer am Monte Albo.

Rennradfahren auf Sardinien, Teil 2

Wie bereits in der vorangegangenen Bildergalerie ersichtlich, reisten Franz Tischer und Gerhard Trimmel im Herbst 2016 zum Rennradfahren nach Sardinien. Hier der zweite Teil der Bilder ihres Rennradausflugs …

Das Rennrad-Highlight Monte Albo

Für Rennradfahrer bietet die Gegend um die Bucht von Orosei drei absolute „Pflicht“-Touren: Cala Ganone mit dem Passo di Littu, den Passo Genna Silana (siehe jeweils Teil 1) und die panoramareiche Höhenstraße am Monte Albo. Der Monte Albo bzw. die bis zu 1.100 Meter hohe Gebirgskette rund um den Monte Albo ist ein gewaltiges Kalksteinmassiv mit einer Länge von rund 20 Kilometern. „Glücklicherweise“ führt durch diese bizarre Landschaft eine Straße und bietet somit höchsten Rennradgenuss.

Radfahrer auf der Höhenstraße des Monte Albo.
Radfahrer am Monte Albo.
Radfahrer auf der Höhenstraße des Monte Albo.

Rennradtour in’s Banditendorf Orgosolo

Orgosolo liegt auf rund 620 Metern Höhe inmitten des Supramonte-Gebirges. Berühmt und berüchtigt ist dieses Dorf für seine Banditenkultur und zahlreiche Raubzüge im 19. Jahrhundert sowie einer langjährigen blutigen Familienstreitigkeit, die den Ort in zwei rivalisierende Lager teilte und mehr als 50 Tote zur Folge hatte. 1969 musste selbst die NATO einen Rückzug machen, als diese auf einer naheliegenden Hochebene einen Truppenübungsplatz errichten wollte und sie mit erbittertem Widerstand der Bewohner Orgosolos konfrontiert wurde.

In den letzten Jahrzehnten ist das Dorf langsam zur Ruhe gekommen und Orgosolo profitiert seitdem auch vom Tourismus. Denn heutzutage ist Orgosolo vor allem für seine unzähligen Wandmalereien bekannt, die die Geschichte dieses Dorfes, aber auch das aktuelle Weltgeschehen behandeln. Viele dieser Murales sind im Stile von Pablo Picassos „Guernica“ gemalt und von durchaus hohem künstlerischen Wert. Bemerkenswert ist zudem, wie Fassadenelemente (z. B. Balkone, Fenster etc.) in die Malereien eingebaut wurden.

Orgosolo ist also ein schaurig-schönes Dorf, das sich zudem in eine landschaftlich interessante Rennradtour einbauen lässt.

Blick auf Orgosolo.
Die berühmten Murales von Orgosolo.
Die berühmten Murales von Orgosolo.
Die berühmten Murales von Orgosolo.

Klettertour auf den Monte Tuttavista

Der Monte Tuttavista ist ein freistehender, etwa 800 Meter hoher Berg nahe Orosei. Die Straße führt fast bis zum Gipfel, wo sich dem Besucher dieses Berges eine fantastische Rundumsicht bietet. Für Radfahrer verlockend sind die 27 dicht aufeinanderfolgenden Kehren unterhalb des Gipfels. Herausfordernd ist die durchgängig steile Bergstraße mit bis zu 20 Prozent. Die erwähnten Kehren wurden ja nicht ohne Grund angelegt 😉

Egal, fünf Tage lang haben Franz und Gerhard auf allen möglichen Straßen den Berg umrundet. Am letzten Tag kletterte unser Obmann auch auf den Tuttavista – weil er halt da ist. Franz („na, ich wink dir“) genügte hingegen der Blick von unten auf den Tuttavista und genoss diesen von einer Gelateria in Orosei aus.

Am Gipfel des Monte Tuttavista.

Was sonst noch keinen Platz gefunden hat …

Angeblich hatten unsere Vereinskollegen neben Banane und Müsliriegel auch die Badehose in der Trikottasche dabei 😉 Hier die Cala Cartoe – und ja, das Wasser soll sehr warm gewesen sein.

Die wunderschöne Cala Cartoe.
Die Ortschaft Onani im Abendlicht.
Im Anstieg nach Sant Anna.
Das Bergdorf Orune.
Wandmalerei in Lula.