Mountainbiker mit dem Mondsee im Hintergrund.

Salzburger Almentour

Die offizielle Mountainbike-Strecke der Salzburger Almentour mit 143 Kilometern und 4.170 Höhenmetern führt vom Wolfgangsee im Salzkammergut ins südlich gelegene Lammertal und wieder retour. 30 Almen (laut Website) werden dabei passiert.

So die Kurzbeschreibung der Salzburger Almentour. Ob wir tatsächlich 30 Almen passiert haben, lässt sich im Nachhinein schwer eruieren. Jedenfalls sind wir bei vielen Almhütten eingekehrt und haben deren Köstlichkeiten ausgiebig genossen. Und ja, dazwischen waren wir am Mountainbike unterwegs und spulten in den drei Tagen von 23. bis 25 Juni 2022 rund 160 Kilometer ab. Am Ende war nicht nur die Energiebilanz positiv, sondern vor allem die allgemeine Bilanz dieser drei Tage. Es war großartig, herrliche Landschaften, gemütliche Almhütten und von kulinarischer Seite blieben sowieso keine Wünsche offen. Nachfolgend ein kurzer Bericht und natürlich die besten Bilder der Tour.

„Rund um den Schafberg“ und über die Postalm

Der erste Radtag begann gleich mit einer (geplanten) Zugabe: Wir befuhren nämlich zu Beginn die „Rund um den Schafberg“-Tour und starteten danach mit der Salzburger Almentour.

Die Tour um den Schafberg ist mit etwa 40 Kilometern und 900 Höhenmetern eine eher einfache Tour und kann landschaftlich voll überzeugen. Vom Wolfgangsee führte uns die Runde zum Schwarzensee und weiter zur Eisenaueralm, wo wir eine erste Einkehr einlegten.

Mountainbike-Gruppe am Schwarzensee.

Nach dieser Stärkung folgte eine längere Abfahrt, die uns vor allem herrliche Tiefblicke auf den Mondsee bot. Danach gelangten wir über St. Gilgen wieder zum Wolfgangsee.

Nach einem Bade- und Eisstopp bei Strobl wechselten wir am Nachmittag auf die Salzburger Almentour. Die 600 Höhenmeter auf die Postalm absolvierten wir relativ rasch und nahmen eine willkommene Stärkung bei der urigen Schnitzhofer-Hütte ein.

In flotter Fahrt fuhren wird über die alte Postalmstraße ins Lammertal nach Voglau, wo unser erster Tag endete.

Regen – Sonne – Regen am Weg nach Hintersee

Die Wetterprognosen für den zweiten Tag hielten, was sie versprachen: Tief hängende Wolken und Schnürlregen vom Feinsten begrüßten uns am Morgen. Prognostiziert waren aber auch einige trockene Stunden, gefolgt von neuerlichem Regen am späten Nachmittag. Und so kam es auch: Gegen 10 Uhr war’s mit dem Regen vorbei und mit etwas Verspätung starteten wir unsere Tour. Folglich strichen wir die Schleife auf die Edt-Alm, um vor dem angekündigten neuerlichen Regen unser Etappenziel in Hintersee zu erreichen.

Der erste Abschnitt der Tour durch die Osterhorngruppe führte uns zum idyllischen Seewaldsee. Der Auerhütte schenkten wir auch Beachtung, indem wir uns ein zweites Frühstück gönnten.

Moutainbiker auf nasser Straße im Lammertal.
Bikegruppe am Seewaldsee.
Vor der Auerhütte am Seewaldsee.

Der herausforderndste Abschnitt der gesamten Salzburger Almentour wartete am frühen Nachmittag auf uns: Kurz nach St. Koloman folgt nämlich der Anstieg auf die Bergalm. Die 450 Höhenmeter auf lediglich 3,2 Kilometern erfordern so Einiges an Willenskraft, um den durchgängig steilen Anstieg fahrend zu bewältigen. Die Einkehr bei der Jausenstation Bergalm war die logische Folge, wo wir von der Familie Walkner mit Köstlichkeiten und einigen (Regenerations-)Getränken, auch in gebrannter Form, bestens versorgt wurden.

Zwei Biker kurz vor der Bergalm.
Die Jausenstation Bergalm.

Es folgte die Abfahrt nach Hintersee und ein kurzer Stopp bei der Joseph-Mohr-Gedächtniskapelle. Der Verfasser des Gedichtes „Stille Nacht“ (es wurde danach vom Komponisten Franz Xaver Gruber vertont) verweilte nämlich ab Dezember 1827 knapp zehn Jahre in Hintersee, leitete hier die Pfarre und den Religionsunterricht an der Schule.

Wie die Ortsbezeichnung Hintersee vermuten lässt, gibt es hier auch einen See. Unser Aufenthalt am See war aber nur von kurzer Dauer, denn – wie prognostiziert – begann es zu tröpfeln und so radelten wir in flotter Fahrt zu unserem Quartier für die kommende Nacht. Dies war der Biobauernhof Vorderbärnau, der einige Kilometer außerhalb von Hintersee liegt. Kurz nach unserer Ankunft setzte sodann ein ergiebiger Landregen ein und das geplante Abendessen in Hintersee rückte in weite Ferne. Besten Dank an Maria, die uns nicht im Regen nach Hintersee schickte, sondern uns spontan eine schmackhafte Jause servierte und uns mit Getränken versorgte.

Vor dem Biobauernhof Vorderbärnau.

Panoramafahrt auf’s Zwölferhorn

Am dritten und letzten Tag stand mit dem 1.522 Meter hohen Zwölferhorn der höchste Punkt der gesamte Runde am Programm. Die Niederschläge der vergangenen Nacht waren vorbei und so starteten wir bei leicht bewölktem Himmel zur Hatznalm.

Wenig später folgte der Anstieg auf’s Zwölferhorn, der uns mit seinen 600 Höhenmetern klarerweise etwas länger beschäftigte. Doch die Mühen dieser Auffahrt muss man eigentlich auf sich nehmen, denn für das Panorama am Zwölferhorn gibt es nur eine Bezeichnung: fantastisch! Der Blick von der Voitlhütte reicht vom Schafberg und Wolfgangsee über den Mondsee, Fuschlsee bis hin zum Irrsee, dahinter blickt man in der Ferne in das Oberösterreichische Innviertel und den Salzburger Flachgau. Für uns war das Zwölferhorn der letzte Anstieg und ein mehr als würdiger Abschluss der letzten drei Tage am Rad.

Biker im Anstieg vor dem Wolfgangsee als Hintergrundkulisse.
Gruppenbild am Zwölferhorn mit dem Wolfgangsee im Hintergrund.

Während der nun folgenden 1.000 Höhenmeter Abfahrt an den Wolfgangsee stoppten wir bei der Illingerbergalm. Nachdem vor der Hütte bereits etwa 30 bis 40 Mountainbikes abgestellt waren, deuteten wir dies als klare Aufforderung einen letzten Hüttenstopp einzulegen. Bei Kaspressknödel & Co. genossen wir ein letztes Mal die Almidylle, an die man sich (zumindest als Gast) sehr schnell gewöhnen kann.

Biker fahren zur Illingerbergalm.
Mountainbiker in der Abfahrt, im Hintergrund der Wolfgangsee.

Fazit

Das Resümee dieser drei Tage ist relativ einfach: Super war’s! Herrliche Landschaften, tiefblaue Seen, gemütliche Almhütten mit köstlichen Speisen und drei Tage Mountainbiken, die mit insgesamt 160 Kilometern Fahrleistung keinen Teilnehmer überforderten.