Absolut Spitze: Unsere MTB-Reise 2016 nach Neukirchen am Großvenediger

Gut Ding braucht Weile: Nach der wetterbedingten Absage 2015 wurden wir dieses Mal mit strahlend blauem Himmel belohnt. Nicht eine Wolke war während der vier Tage zu erblicken! Das Warten hat sich also gelohnt.

Genauso fantastisch wie das Wetter waren auch die Mountainbike-Touren. Eingebettet zwischen den eher sanften Kitzbühler Alpen und den zum Teil vergletscherten Bergen des Nationalparks Hohe Tauern, bot uns die Salzburger Wildkogel-Arena ein landschaftlich abwechslungsreiches Tourenprogramm der Extraklasse. Während für uns die Gletscherzungen im Habachtal und Obersulzbachtal fast zum Greifen nahe schienen, beeindruckte uns am Wildkogel das 360°-Panorama und die großartige Fernsicht. Traumhaft schön war auch die Fahrt durch das Krimmler Achental, dazu passend die bodenständige Käse- und Speckjause auf der urigen Außerkeesalm am Ende des Achentals. Abgerundet wurde die ganze „Herrlichkeit“ durch das Ferienhotel Hubertus, das uns neben den kulinarischen Köstlichkeiten eine stets wohltuende Erfrischung nach jeder Tour im hoteleigenen Schwimmteich bot.

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Der abschließende Dank geht an die 14 Teilnehmer dieser Radreise, die zum Gelingen dieses Vorhabens wesentlich beigetragen haben, sowie an den Organisator und unseren MTB-Guide Gerhard Trimmel. Eine Fortsetzung wäre wünschenswert, an möglichen neuen Zielen sollte es jedenfalls nicht scheitern …

Mehr Bilder dieser traumhaften Touren kannst du in unserer Bildergallerie sehen.

 

20. September 2014: „Do woar no koana"-Tour

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Die Truppe irgendwo am Schlagerboden.
 
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Die schöne Aussichtswarte Nr. 1
 
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"Oiso do woar wirkli no koana" ...
 
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Der sehenswerte Kendler-Wasserfall.
 

Der Titel dieser Mountainbike-Tour von Guide Josef Kaliwoda weckte natürlich hohe Erwartungen. Noch dazu wo im Vorfeld von zwei „Aussichtswarten" und einem „Wasserfall" die Rede war. Und das alles am nahen Schlagerboden, also quasi vor unserer Haustür? Kann das sein? Sieben Radclub-Mitglieder (plus Guide) standen daher recht erwartungsvoll am Start, um mögliche Defizite in Sachen „Heimatkunde" ehestmöglich zu beheben ...

Zum Einrollen ging es zunächst nach Weißenburg und mit dem Klammergraben folgte der erste längere Anstieg dieses Tages. Ein lockeres „Warm-up" in einer bekannten Umgebung – da fand zur Not noch jeder nach Hause.

Das sollte sich aber am Schlagerboden schlagartig ändern. Denn plötzlich meinte Guide Josef K. bei einer unscheinbaren Weggabelung „rechts", 500 Meter später hieß es wieder „rechts", dann „halblinks" und wieder „rechts" und wieder und wieder ... Und spätestens jetzt passte zumindest einmal der Titel dieser Tour, denn „do woar wirklich no koana" von uns – außer eben (angeblich) unser Guide. Viel Gegend, viel Wald und schon gar keine Wanderwegmarkierung. Nach einigen Kilometern im Unterholz, welch Überraschung: Der Wald lichtete sich und gab einen herrlichen Ausblick auf Ötscher, Dürrenstein und in Richtung Gesäuse frei. OK, Letzteres haben wir zwar nicht gesehen, weil es trüb war; aber wir wollten unserem Guide auch nicht widersprechen, da wir ja auf ihn angewiesen waren, was die weitere sichere Fahrt auf diesen Irrwegen anbelangte ;-)

Jedenfalls gibt es dort (wo das war, wissen wir bis jetzt nicht) eine bautechnisch wirklich sehenswerte Aussichtswarte und – noch besser – einen Brunnen, der vor allem getränketechnisch voll überzeugen konnte: Denn per Seilwinde beförderte Josef aus der Tiefe einen Korb zu Tage, der prall gefüllt mit allerlei isotonischen Gerstensaftgetränken war. Spätestens jetzt waren alle happy, hoch lebe unser Guide Pepi ...

Nach der Aussichtswarte Nummer eins kehrten wir mit einem „Ah, jetzt kenn i mi wieda aus" kurzfristig auf die Asphaltstraße am Schlagerboden zurück. Dieser Zustand sollte aber nicht allzu lange andauern, denn wenig später dirigierte Josef Kaliwoda breit grinsend die Truppe erneut ins unwegsame Gelände. Es folgte im Wesentlichen das gleiche Spiel wie vorhin, jedoch mit dem Unterschied, dass unser Guide durchs Unbekannte an einer Waldlichtung selbst kurz ins Grübeln kam, wie und wo es denn jetzt weitergehe. Der kurzfristig aufkeimenden Nervosität unter den Mitfahrern, begegnete Josef K. mit einem souveränen „links geht's weiter". Ob "links" auch tatsächlich „richtig" war, lässt sich nicht mehr feststellen; ist aber letztendlich auch egal.

Jedenfalls waren wir irgendwann wieder auf dem „richtigen" Weg und nach dem Passieren einer offensichtlich frühzeitlichen Behausung (oder was das auch wirklich war), erreichten wir nach einer insgesamt ca. 60-minütigen Fahrt durchs Niemandsland den – tam tam tam und Trommelwirbel – wirklich sehenswerten Kendler-Wasserfall. Aus einer Höhe von ca. acht Metern stürzt das Wasser in die Tiefe und sorgte für überraschte Blicke, denn mitten im Wald auf einen solchen Wasserfall zu stoßen, war wirklich nicht zu erwarten. Wieder einmal punktete unser Guide, denn nicht einmal Namenspatron und Mitfahrer Karl Kendler wusste von „seinem" Wasserfall ...

Danach ging die Fahrt weiter zur Aussichtswarte Nummer zwei. Inzwischen waren wir am Dachsberg nahe Plankenstein angekommen und zumindest hier konnten die meisten – wenn auch kurzfristig – mit ihrer Ortskenntnis brillieren. Über einen steilen asphaltierten Weg fuhren wir zur sehr schön angelegten Aussichtswarte am Dachsberg. Dass außer unserem Guide auch hier „no koana woar" sei nur am Rande erwähnt. Zur Entschuldigung muss aber angemerkt werden, dass die Aussichtsplattform erst im Jahr 2013 von der Landjugend St. Georgen/Leys erbaut wurde. Wir genossen jedenfalls den herrlichen Ausblick Richtung Donau sowie Waldviertel und zollten den Erbauern Respekt und Anerkennung für diese absolut gelungene Warte.

Die Nachschulung in Sachen Heimatkunde war nun beendet und über Plankenstein und Schwabeckkreuz führte uns der weitere Weg zurück nach Kirchberg/P. An diese Stelle nochmals ein „Dankeschön" an unseren Guide Josef Kaliwoda für diese sehr abwechslungsreiche und interessante Mountainbike-Tour. Hoffentlich folgt noch ein sonniger Herbst, denn einige Teilnehmer haben nun neue Ziele für ihre Familienwanderungen ...

 

 

 

17. Juli 2010: "Römerweg 651"Manfred Karner kämpft sich durch's hohe Gras.

Fünf Teilnehmer fanden sich am 17. Juli 2010 um 7 Uhr früh vor der Raiffeisenbank in Kirchberg ein um die etwa 110 Kilometer lange Römerweg-Tour in Angriff zu nehmen. Zum Einradeln ging es auf den Gaisberg und fortan begleiteten uns die „651er“-Schilder dieses Rundwanderweges. Neben der reinen Fahrzeit von letztendlich über 6 ½ Stunden kamen Temperaturen von über 30 °C und stellenweise lenkerhohe Brennnessel erschwerend hinzu. Wie das rechte Bild auch zeigt, wird der Römerweg wenig begangen (bzw. befahren) und so gibt es leider einige Stellen, an denen man sich als Fährtenleser versuchen muss.

Typisch für den Römerweg ist das stete bergauf/bergab sowie der Wechsel von genialen Trails und – vor allem im nördlichen Teil – staubigen Schotterwegen. Deshalb gehen auch die Meinungen der Biker von „des is nix“ bis „Supertour“ ziemlich weit auseinander. Das Resümee der Teilnehmer fiel jedenfalls positiv aus.

 

13. Juni 2009: "Rund um den Geißenberg"

Die witterungsbedingte Verschiebung unserer Ausfahrt auf 13. Juni 2009 zahlte sich aus: Bei Temperaturen um etwa 27 °C fanden sich sechs Vereinsmitglieder vor der Raika in Kirchberg ein. Weiters konnten wir auch einige Radkollegen des Mountainbike-Clubs St. Pölten zu unserer Tour begrüßen.

Nicht geplant war das (absichtliche?) Missachten einer Weggabelung der ersten Biker, wodurch auch die Nachzügler den langen Anstieg auf den Frankenfelsberg in Angriff nehmen mussten. Nach dieser Zugabe ging es dann durch den Höllgraben wieder hinab ins Pielachtal und wir widmeten uns dem eigentlichen Ziel dieser Tour, dem Geißenberg.

Über Laubenbachmühle, Unterbuchberg, Schweinbergsattel und Kowald ging es dann nach Schwarzenbach. und auf der Straße zurück nach Kirchberg. Matthias W. war auf der Heimfahrt von Schwarzenbach nach Kirchberg wieder einmal "topmotiviert" und so konnten wir bei der anschließenden Einkehr im Gasthaus Kalteis ein Seiderl mehr trinken ...

 

21. Juni 2008: „Ötscher-Tour“

Eine der schönsten Ausfahrten eines jeden Jahres ist die Ötscher-Tour: Durch die Anfahrt mit dem Zug nach Gösing geht es gleich zu Beginn etliche hundert Höhenmeter bergab. Unter den teilweise spektakulären Abbrüchen des Ötschermassivs führte uns die Tour über Ranneck zum Steingrabenkreuz. Nach einer der längeren Abfahrten in unserer Region mit etwa 1.000 Meter Höhenunterschied stärkten wir uns bei der Schindelhütte. Die zugeführten Kalorien wurden im Anstieg zum Turmkogel, der auch eine 15-minütige Schiebepassage enthält, jedoch schnell wieder verbrannt. Über Winterbach und Laubenbachmühle erreichten wir wieder Kirchberg.

 

24. Mai 2008: „Entlang dem Melkfluss“

Bei Temperaturen um die 23 °C kamen die Teilnehmer bei dieser Tour einige Male zum Schwitzen: Denn bevor es dem Melkfluss entlang ging, musste der lange Anstieg zum Schwabeckkreuz unter die Räder genommen werden. Auf dem alten, „originalen“ Römerweg ging es dann zur Burg Plankenstein und über die „Raiffeisen-Voralpentour“ nach Oberndorf/Melk. Nach der leichten Flussfahrt führte uns der die Tour zurück nach Texing, wo sich die Biker auf eine echte Herausforderung einigten: Der Wanderweg zum Schneckensteig und in weiterer Folge zur Jägerlacke wurde bergauf bewältigt. Die alternative Schotterstraße ist eigentlich schon Herausforderung genug, der Wanderweg verlangt aber auf Grund der Steilheit echte Hillclimb-Fähigkeiten. Nach dieser Tortour war die folgende Abfahrt nach Kirchberg mehr als verdient.

Der Ordnung halber sei angemerkt, dass solche extremen Anstiege bei unseren RC-Ausfahrten normalerweise nicht befahren (bzw. „beschoben“) werden.

 

19. April 2008: „Rund um den Luftberg“

Unsere erste RadClub-Ausfahrt im Jahr 2008 führte uns um den Luftberg. Trotz wechselhaften Wetterverhältnissen fanden sich doch einige Teilnehmer bei der Raiffeisenbank in Kirchberg/P. ein. Über Gsoll, Texing und Kuhberg ging es nach Kilb und in weiterer Folge über Grünsbach nach Hofstetten zurück nach Kirchberg. Gerade bei der ersten Tour sind immer alle Biker motiviert und vor allem die Mallorca-Fahrer mussten natürlich gerade bergauf ihre Frühform präsentieren. Der große Rest hielt sich vornehm zurück und beließen so die Inselbiker weiter in ihren Träumen.

Schlussendlich eine tolle Tour, die sicher auf ähnlicher Strecke in den kommenden Jahren noch öfters gefahren werden wird. Der Wettergott meinte es auch gut mit uns – obwohl stets von Regenwolken begleitet, kamen wir (mit viel Glück) trocken nach Kirchberg zurück. Und die Mallorca-Fahrer sind inzwischen auch wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt worden – aber das ist eine andere Geschichte …